Was Sie über den Lebenslauf wissen sollten! Häufig wird er unterschätzt und viele Bewerber widmen ihm lange nicht soviel Zuwendung, wie dem Bewerbungsanschreiben. Dabei ist gerade der Lebenslauf neben dem Anschreiben mit das wichtigste Dokument in Ihren Bewerbungsunterlagen. Der Lebenslauf wird von 90 Prozent aller Arbeitgeber als erstes begutachtet und entscheidet häufig über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Wir möchten Ihnen hier erläutern, auf was Sie bei der Gestaltung des Lebenslaufes achten müssen. Als eines der wichtigsten Kriterien empfinden wir die Zeit. Es gibt sehr viele Bewerber, die sich nicht ausreichend mit dem Thema Bewerbung und deren Dokumente befassen und einfach wild drauf los schreiben. Wer unter Zeitdruck schnell etwas zusammen schustert, wird wohl wenig Erfolg haben. Daher unser erster Ratschlag, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, damit Sie ein optimales Ergebnis erzielen. Vorab wäre es hilfreich sich eine kleine Übersicht seiner Fähigkeiten, Kenntnisse und Qualifikationen anzufertigen. Wichtige Aspekte sind zudem eine gut durchdachte Formulierung sowie eine überzeugende Präsentation. Alle Informationen zu Ihrem Werdegang müssen deutlich und übersichtlich geordnet sein und dem Leser auf einfache und verständliche Art übermittelt werden. Eine bis maximal drei Seiten sollten ausreichen. Neben dem handgeschriebenen und dem ausformulierten Lebenslauf, wird der computergeschriebene tabellarische Lebenslauf immer noch bevorzugt. Handschriftliche oder ausformulierte Lebensläufe sind nur auf ausdrücklichen Wunsch anzufertigen. Weitaus mehr Freiraum gibt es heute bei der Gestaltung. Hierbei haben Bewerber im Gegensatz zu früheren Jahren mehr Freiheiten. Besondere Argumente und Information können mit Funktionen wie Fett, Kursiv und Unterstreichen hervorgehoben werden. Auch dezente Farbakzente sind erlaubt und werden gern bei Trennlinien eingesetzt. Einige Arbeitgeber achten besonders auf die Gestaltung von Bewerbungsunterlagen, da für Sie ein erster Eindruck über die bewerbende Person entsteht. So deutet man zum Beispiel, einen Bewerber der jedes Dokument mit einer Klarsichtfolie umschließt, als zwanghaft ein. Wichtige Daten zur Schulbildung, zur Ausbildung und zum Beruf und den dazugehörigen Schwerpunkten sind in einer verständlichen und zeitlich logischen Form darzustellen. Alle Angaben dazu müssen kurz, aber durchaus aussagekräftig formuliert sein. Verzichten Sie darauf, Lücken im Werdegang ausführlich zu erläutern, denn den Arbeitgeber interessiert weniger, wie lange Sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht berufstätig waren bzw. warum Sie keinem Arbeitsverhältnis nachgehen konnten. Lassen Sie sich auch nicht in Versuchung bringen, einen fertiggestellten Lebenslauf zu vervielfältigen. Denn genauso wie das Anschreiben für jede Bewerbung neu formuliert und angelegt wird, muss auch der Lebenslauf jeder Bewerbung für die jeweilige Berufsbranche angepasst werden. Machen Sie dem Arbeitgeber verständlich, dass Sie mit allen ihren Qualifikationen, Erfahrungen und Kenntnissen, dem gewünschten Anforderungsprofil entsprechen.
Individuell auftreten Daten zur Schulbildung, zur Berufsausbildung und zum Werdegang sowie außer berufliche Weiterbildungen sind das eine. Darüber hinaus machen Sie sich Gedanken darüber, welche besonderen Kenntnisse und Erfahrungen Sie noch besitzen, mit denen Sie sich von der Konkurrenz abheben. Vielleicht haben Sie besondere Fremdsprachen- und EDV-Kenntnisse, besitzen Führerscheine, Auslandserfahrungen, besondere Hobbys (die mit dem Beruf in Verbindung stehen) oder ein berufsspezifisches Engagement/Ehrenamt. Beim erstellen Ihres Lebenslaufes und auch bei der Gestaltung, halten Sie sich stets vor Augen, was Sie darin zum Ausdruck bringen möchten, was Sie individuell erscheinen lässt und wie Sie den Arbeitgeber von ihrer Person überzeugen können.
Anhand des Lebenslauf geben Sie vieles von sich Preis. So können geübte Arbeitgeber oder Personalchefs, sich schnell einen Überblick über die Biographie und persönlichen Eigenschaften der bewerbenden Person verschaffen. Dabei hält sich der Arbeitgeber an zwei Aspekte: 1. Die Analyse der Positionen Es wird nachvollzogen, wie ihr beruflicher Werdegang verlaufen ist. Haben Sie ihren Arbeitsplatz häufig gewechselt, haben Sie sich stets nach vorn orientiert und Ihre berufliche Position gesteigert, ist eine Lebensplanung zu erkennen oder haben Sie mal hier, mal da gearbeitet usw. 2. Die zeitliche Abfolge Hier wird ihr Lebenslauf nach Lücken durchforstet. Ein häufiger Wechsel des Arbeitsplatzes lässt zum Beispiel darauf schließen, dass die Person ein unzureichendes Konzentrationsvermögen besitzt und der Umgang sich als sehr schwierig darstellt. Verzichten sollten Sie auch auf weiße Stellen und Erklärungen ihrer Arbeitslosigkeit. Gliederung zur Gestaltung des Lebenslaufes |